Aufruf zur Meinungsäusserung

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WernliVorstand

Aufruf zur Meinungsäusserung

Beitrag von WernliVorstand » 28 Mär 2019, 22:34

Im Jahr 2018 konnte das 75-jährige Bestehen der SAG-SAS Zeitschrift ORION gefeiert werden. Nach diesem stolzen Blick weit zurück, gilt es nun diese Zeitschrift auch für die 2020er Jahre fit zu halten. Mit der Gründung der ORIONmedien GmbH konnten die Abläufe bei der Produktion und dem Vertrieb auf den neusten Stand gebracht werden, was ja auch die online Version des ORION via App ermöglichte und für weitere Entwicklungen eine gute Basis bietet.
In den letzten Jahren ist die Anzahl der Abonnenten des ORION, insbesondere bei SAG-SAS Mitgliedern, stark zurückgegangen. Der Vorstand der SAG-SAS interessiert sich für die Gründe dieser Abnahme und fordert alle Astronomie-Interessierte auf, hier in diesem Forum «ORION 2020» ihre Vorstellungen und Wünsche zur weiteren Entwicklung unserer traditionellen Zeitschrift darzustellen. Alle Meinungen sind sehr willkommen, ob von langjährig treuen Abonnenten, von nicht mehr Abonnenten, aber auch von potenziell zukünftigen Abonnenten. Wir alle wollen einen den aktuellen Anforderungen angepassten und auch in Zukunft weit verbreiteten und erfolgreichen ORION. Helft mit euren Vorschlägen mit!
Christian Wernli, SAG-SAS Präsident

Ceres

Re: Aufruf zur Meinungsäusserung

Beitrag von Ceres » 13 Apr 2019, 23:21

Ich denke, der Rückgang der Abonnenten ist durch die Entwicklung des Orion in Richtung populär-astronomische Zeitschrift begründet, welches sich aber auf das Total der Leser (längerfristig betrachtet) nicht negativ auswirken muss. Besonders gut gefällt mir die Orion App. Das Verknüpfen von schriftlichen Inhalten mit bewegten Bildern und Animationen ist in meinen Augen ein Muss. Ich würde den Orion auch abonnieren wenn es ihn nur elektronisch gäbe. Das Lesen von unterschiedlichen Artikeln in unterschiedlichen Ausgaben auf dem Tablet z.B. im Zug ist einfach sehr praktisch. Der Druck eignet sich dagegen sehr gut für die Veranschaulichung und Vermittlung von besonderen Themen z.B. in der Schule (wie bereits umgesetzt) oder für den Einsatz in der Sternwarte. Im elektronischen Bereich fände ich es gut vermehrt auch Texte und Beiträge der nicht deutschsprachigen Landesteile zu publizieren (sofern aus diesen Landesteilen Artikel zur Publikation eingereicht werden). Zu fördern sind m.E. Beiträge aus den Sektionen, doch hier sind vor allem die Sektionen und ihre Mitglieder gefordert.

Gast

Re: Aufruf zur Meinungsäusserung

Beitrag von Gast » 12 Mai 2019, 20:37

Ich bin bisher nicht Orion Abonnement. Trotzdem habe ich einige Orion Hefte gelesen und möchte hier meine Meinung kundtun. Ein Abo kam für mich bisher nicht infrage, weil mich der Inhalt des Orion zu wenig interessiert hat. Die Zeitschrift SuW kenn ich schon länger und habe diese nach langer Pause wieder abonniert. Was mich darin vor allem interessiert: Forschungsergebnisse, Beobachtungshinweise und die 'bunte Mischung'.

Von anderen Orion Lesern habe ich generell den Eindruck erhalten, dass der Orion mancher gute Artikel enthält aber insgesamt zu sehr populär, verwaschen und einseitig aufgebaut ist. Der Orion muss sich wieder stärker an seinen wichtigsten drei Zielgruppen orientieren:

Zielgruppe Nr. 1: an Astronomie interessierte Laien

Es scheint mir notwendig, dass der Orion mehr Inhalte bringt, die einerseits aktuelle Forschungsergebnisse darstellen und andererseits interessierte Laien und Amateurastronomen gleichermassen interessieren. Dabei muss die Konkurrenz von SuW berücksichtigt werden. Anders als SuW sollte der Orion möglichst kurze Artikel enthalten und keine seitenlangen Abhandlungen.
Der Orion muss vor allem verständlich sein. Oder wie es Einstein sinngemäss gesagt hat: "Vereinfachen soweit wie möglich, aber nicht darüber hinaus."

Zielgruppe Nr. 2: Amateurastronomen
Die Amateure unterscheiden sich von den astronomisch interessierten Laien darin, dass sie ein Instrument besitzen. Daher interessieren sie sich für Tipps beim Umgang mit Instrumenten oder zum Selbstbau/Kauf von neuen. Wie wird richtig visuell beobachtet und wie funktioniert unser Auge/Gehirn? Wie funktioniert eine Kamera und die Bildverarbeitung? Auch möchten sie wissen, was demnächst zu beobachten ist oder spannende Beobachtungsberichte lesen. Gravitationswellen und Theorien sind weniger interessant als Möglichkeiten durch eigene Beobachtungen Forschungsergebnisse (auch historische) nachzuvollziehen oder ev. sogar bei aktuellen Projekten mitzuhelfen.

Zielgruppe Nr. 3: Jugendliche und Schulen

Rein populäre und für den Schulunterricht interessante Themen: diese sind bereits in hoher Qualität vertreten, aber sie führen nicht unbedingt zu langjährigen Abonnements. Wenn der Orion nicht mit dem Wissen der Jugendlichen wächst, werden diese den Orion schnell wieder abbestellen. Aus den Jugendlichen müssen Amateurastronomen, Studenten und neugierige junge Erwachsene werden. Der für Schulen gedachte Teil darf deshalb nicht zu gross sein. Besser ist es diese Teile in Themenhefte auszugliedern.

Umfang

Das recht begrenzte Umfang des Orion macht eine Erweiterung schwierig. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn der Orion nicht mehr wie bisher alle zwei Monate erscheint, sondern seltener und dafür mit mehr Inhalt. Dadurch könnte sich der Orion auch von anderen Zeitschriften unterscheiden. Die Aktualität muss darunter nicht leiden. Auch SuW kann auf aktuelle Ereignisse nicht zeitnah reagieren. Aktuelle Beobachtungshinweise könnten dafür die Website beliebter machen. Teilweise gratis und teilweise nur für Abonnementen freigeschaltet nach Login. Einzelne online Artikel könnten auch anschliessend in ausführlicher Version in der Zeitschrift erscheinen. Vielleicht könnte sogar mancher Online Artikel ein Aufruf an potenzielle Autoren für eine ausführlichen Orion Artikel sein. Beispielsweise, wenn ein Komet zu sehen ist und Amateurfotos und Beobachtungsberichte dazu gesucht werden.

Eine Zeitschrift hat gegenüber Online Medien einen Vorteil: man kann darin Fotos mit hoher Qualität abbilden. Was im Internetzeitalter das "APOD" ist, kann im Orion ein Poster sein.

Ausserdem hebt sich die Zeitschrift aus dem strukturlosen Informationsbrei heraus, indem sie in Ausgaben gegliedert erscheint. Wir Menschen haben eine Affinität zu Zeitschriften, weil sie Informationen und Zeit strukturieren helfen. Diese gilt es zu nutzen. Eine Ausgabe pro Jahreszeit käme dem entgegen.

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