Chile 2014

Die Mitglieder der Fachgruppe Astrofotografie haben sich zum Ziel gesetzt, die zahlreichen, von Auge meist nicht sichtbaren astronomischen Objekte abzubilden und deren Natur sichtbar zu machen. Unterschiedliche Aufnahmeverfahren oder Vergleiche mit früheren Aufzeichnungen liefern wertvolle Erkenntnisse über die Eigenschaften der Objekte und deren zeitlichen Veränderungen. Nebst der Anwendung bewährter Aufnahme- und Bildbearbeitungstechniken engagieren sich die Mitglieder auch in der Evaluation neuer Methoden. Dank der ästhetischen Veranschaulichung und Sichtbarmachung der astronomischen Objekte tragen die Mitglieder der Fachgruppe wesentlich dazu bei, das Verständnis über Natur und Kosmos in der breiten Bevölkerung zu verbreiten und zu stärken.

Moderator: sterngucker

Antworten
Benutzeravatar
peter
Nutzer
Beiträge: 48
Registriert: 19 Mai 2018, 17:59
Wohnort: Zürich
SAG Sektion: 40 Belp RWG Rudolf Wolf Gesellschaft
Kontaktdaten:

Chile 2014

Beitrag von peter » 04 Nov 2018, 23:04

Am Wochende bin ich über Rohbilder gestolpert die während einer Reise durch Chile bei San Pedro de Atacama entstanden sind. Mangels "richtigem" Teleskop habe ich damals meine unmodifizierte Canon 700D auf ein fixes Stativ montiert und eine Serie von Bildern geschossen.

Als erstes habe ich die Plejaden direkt von unserer Lodge aus aufgenommen. Nur 8 Bilder mit je 8 Sekunden Belichtungszeit. Verwendet wurde das Standard Zoom Objektiv der Kamera. Ein Objektiv mit fester Brennweite hatte ich damals leider noch nicht.
Plejaden_8x8sec.jpg
Schon etwas besser gelungen ist diese Aufnahme vom aufgehenden Orion. Sie besteht aus 9 Bildern mit 8 Sekunden Belichtung.
Orion_9x8sec1.jpg
Hier noch einmal Orion, dieses mal ist er vollständig zu sehen. Insgesamt 5 Minuten Belichtungszeit (20 Aufnahnmen à 15 Sekunden). Die Brennweite habe ich kleiner eingestellt.
Orion2_20x15sec1.jpg
Zum Abschluss noch die Magellanischen Wolken. Insgesamt 133 Aufnahmen mit 45 Sekunden Belichtungszeit aufaddiert (1 Stunde 40 Min).
GMC_LMC_133x45sec.jpg
Zwei Fragen an die Fachgruppe:

1. Wie trennt ihr den Vordergrund (Bäume / Berge) von den Sternen? Ich habe hier versucht den Vordergrund zu stacken und dann mit der PixelMath Funktion die Bilder kombiniert. So ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht.

2. Bei den Magellanischen Wolken dreht sich die Aufnahme um den Südpol. Wie kann ich die Bilder addieren ohne Daten wegzuschneiden? Dadurch entsteht natürlich ein ausgefranster Rand, aber der kann noch ganz interessant aussehen.

Gruss, Peter
8" SCT, Canon 700D unmodifiziert, AST8300B CCD

Willy
Nutzer
Beiträge: 8
Registriert: 11 Sep 2018, 15:00
SAG Sektion: ---ICH BIN KEIN SAG MITGLIED---

Re: Chile 2014

Beitrag von Willy » 06 Nov 2018, 15:48

Salü Peter
Für den ersten Teil deiner Anfrage habe ich eine gute Antwort gefunden.
"Früher" habe ich bei solchen Bilder immer 2 Bearbeitungen gemacht: Sterne und Vordergrund separat bearbeitet und dann zusammenkopiert.

Kürzlich habe ich das Programm Sequator gefunden, natürlich im Internet.

Hier kannst du definieren was ist Sterne und was ist der Vordergrund. Es gibt dann noch zusätzliche Bearbeitungsmöglichkeiten. Du wirst staunen, was dieses Programm aus deinen Bildern herausholt.

Das ganze ist in einem Lauf fertig.

Ich finde das ein Superprogramm!


Mit Gruss
Willy

Antworten